Archiv für November, 2010

Traurige Tröster

Dienstag, 30. November 2010 - 21:52

http://wissenschaft.de/wissenschaft/news/312417.html

27.11.2010 – Psychologie

Traurige Tröster

Psychotherapeuten sind besonders anfällig für Depressionen

Fast die Hälfte aller Psychiater und Psychotherapeuten hat nach eigener Einschätzung depressive Neigungen. Ein Fünftel leidet sogar unter akuten Depressionen, wie jetzt eine Studie deutscher Forscher zeigt. …

Der Artikel ist nicht nur für Psychiater und Psychotherapeuten interessant. In Unternehmen sind hier z.B. auch Sozialberater, HR-Mitarbeiter und Betriebsratsmitglieder betroffan, also Alle, die häufiger mit Konflikten konfrontiert sind, in denen unterschiedliche Ethiksysteme aufeinanderstoßen.

Mentale Belastung am Arbeitsplatz

Montag, 22. November 2010 - 18:22


Noch 19 Jahre Zeit

Der Streit um die Rente mit 67 wird zu einem Streit um Statistiken. Einerseits hat die Zahl derjenigen deutlich zugenommen, die zwischen 60 und 64 Jahren arbeiten. Das ist ein Erfolg und ein Indiz dafür, dass die Firmen zunehmend den Wert von älteren Arbeitnehmern erkennen, auf die sie in Zukunft wegen des Geburtenrückgangs und des Mangels an Fachkräften angewiesen sein werden. Andererseits ist die Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe drastisch …

13.11.2010 Süddeutsche Zeitung | München, Bayern, Deutschland | Meinungsseite
268 Wörter | 1.50 EUR

Burn-Out-Prävention

Montag, 15. November 2010 - 18:04

Herbert Hirsch (Büro für Personal und Unternehmensentwicklung, 2009):
Möglichkeiten betrieblicher Burnout-Prävention

Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen

Samstag, 13. November 2010 - 17:09

AiB (Arbeitsrecht im Betrieb) 2010-04
Dr. Peter Martin
http://www.dr-peter-martin.de/home/pdfs/2010/beurt_psych_bel_aib_4_2010.pdf

Freier Wille

Dienstag, 9. November 2010 - 09:21

Die Daumenschraube eines jeden finden: Dies ist die Kunst, den Willen Anderer in Bewegung zu setzen. Es gehört mehr Geschick als Festigkeit dazu. Man muss wissen, wo einem Jeden beizukommen sei. Es gibt keinen Willen, der nicht einen eigentümlichen Hang hätte, welcher, nach der Mannigfaltigkeit des Geschmacks, verschieden ist. Alle sind Götzendiener, Einige der Ehre, Andere des Interesses, die meisten des Vergnügens. Der Kunstgriff besteht darin, dass man diesen Götzen eines Jeden kenne, um mittels desselben ihn zu bestimmen. Weiß man, welches für jeden der wirksame Anstoß sei, so ist es, als hätte man den Schlüssel zu seinem Willen. Man muß nun auf die allererste Springfeder oder das primum mobile in ihm zurückgehen, welches aber nicht etwa das Höchste seiner Natur, sondern meistens das Niedrigste ist: denn es gibt mehr schlecht- als wohlgeordnete Gemüter in dieser Welt. Jetzt muss man zuvörderst sein Gemüt bearbeiten, denn ihm durch ein Wort den Anstoß geben, endlich mit seiner Lieblingsneigung den Hauptangriff machen; so wird unfehlbar sein freier Wille schachmatt.

Baltasar Grácian, Handorakel und Kunst der Weltklugheit, 1647, Übersetzung: Arthur Schopenhauer

Macht ohne Verantwortung,
Verantwortung ohne Macht

Dienstag, 9. November 2010 - 09:08

Denken wir über Eigenverantwortung und Machtlosigkeit nach:

Power without responsibility - the prerogative of the harlot throughout the ages.

Rudyard Kipling, 1931

Responsibility without power, the prerogative of the eunuch throughout the ages.

Tom Stoppard: Lord Malquist and Mr. Moon (Ch. 6: An Honourable Death), 1966

Countervailing Power

Dienstag, 9. November 2010 - 09:02

Management … has to have considerable power and authority – power and authority grounded in the needs of the enterprise and based on competence. And power, as the drafters of the American Constitution knew, needs to be limited by countervailing power. Modern society, a society of organizations each requiring strong management, needs an organ such as the labor union.

Peter Ferdinand Drucker: The Frontiers of Management (paragraph III.25), 1982

Against management stupidity

Dienstag, 9. November 2010 - 08:56

There is a third choice [the others: disappearance, the (failing) attempt to achieve political power]: that the union rethink its function. The union might reinvent itself as the organ of society – and of the employing institution – concerned with human potential and human achievement, and with optimizing the human resource altogether. The union would still have the role as the representative of the employees against management stupidity, management arbitrariness, and management abuse of power. This would not be an adversarial relationship, but would resemble that of the Scandinavian Ombudsman. The union would work with the management on productivity and quality, on keeping the enterprise competitive, and thus maintaining the members’ jobs and their incomes.

Peter Ferdinand Drucker: The New Realities (chapter 13), 1989

Keine Fragen, keine Verantwortung?

Montag, 8. November 2010 - 10:04

Es sei nie sein Naturell gewesen, permanent zu hinterfragen. “Ich habe gehandelt. Punkt.”

Das Handelsblatt über Johannes Feldmayer (Bericht zum ersten Verhandlungstag in Nürnberg gegen Johannes Feldmayer und Wilhelm Schelsky, 2008-09-24)

Warum keiner mehr durchblickt

Montag, 8. November 2010 - 09:58

Die Leute wollen ja gestalten, kriegen aber dauernd eingeredet, dass alles so kompliziert ist, dass man gar nichts machen kann. Natürlich ist die Welt kompliziert, aber das ist ja keine Entschuldigung dafür, sehenden Auges die falsche Dinge weiterzumachen.

Harald Welzer im Interview “Warum keiner mehr durchblickt“, Nils Minkmar, FAZ, 2008-12-08