Der Arbeitsschutz fragt nicht nach “auffälligen” Mitarbeitern,
sondern er fragt nach auffälligen Arbeitsplätzen.
(Die Axt alleine wäre ja noch in Ordnung, aber die Biberfellmütze?)
Dies ist ein Blog zum Thema psychisch wirksame Belastungen.
Der in der ISO 10075 definierte Begriff “psychische Belastungen” (mental workload) ist in letzter Zeit häufiger zu lesen. Erstaunlich ist,
- dass wir uns immer dringlicher fragen, wieso aus psychischen Fehlbelastungen resultierende Arbeitsunfähigkeiten zunehmen
- aber dass wir trotzdem nicht genug dagegen unternehmen, dass über 80% der Unternehmen in Deutschland den vorgeschriebenen Einbezug psychischer Belastungen in den ganzheitlichen Arbeitsschutz immer noch missachten dürfen.
Das ist unintelligent. Spätestens seit 2004 hätten die Unternehmer hier in die Pflicht genommen werden müssen. Haben wir uns daran gewöhnt, Schutzvorschriften nicht mehr ernst zu nehmen? Wie soll “Betriebliches Gesundheitsmanagement” (BGM) funktionieren, wenn schon die Regeln des Arbeitsschutzes nicht respektiert werden?
Neben www.psybel.de existierte dieses Blog (gesperrt für Suchmaschinen) schon seit 2009 als eine Art private Zettelsammlung für mich. Die Sammlung wurde nun überarbeitet und als öffentliches Blog verfügbar gemacht. Sie ist damit auch offen für Kritik.
Unterhalb dieses einführenden Artikels sind alle weiteren Artikel in zeitlicher Reihenfolge aufgelistet. Der jüngste Artikel steht dabei ganz oben. Unter “Kategorien” (siehe nächste Spalte links) können Sie auch eine Auswahl aus zu bestimmten Begriffen gehörenden Artikeln aufrufen.
Wollen Sie sich in das Thema der psychisch wirksamen Arbeitsbelastungen einarbeiten, dann empfehle ich ihnen zunächst die folgenden Links:
- Psychosoziale Kosten turbulenter Veränderungen
- Moderne IT-Arbeitswelt gestalten
(Über den IT-Bereich hinausgehende Studie, Techniker Krankenkasse, 2011) - Psychische Belastungen am Arbeitsplatz
- Gefährdungen und deren Beurteilung
- Eigenverantwortung und Belastungsprofile
- Weniger als die Hälfte der Betriebe berücksichtigt psychische Belastungen
- Tausendmal diskutiert und doch ist nichts passiert?
- Erst kommt die Gefährdungsbeurteilung!
- Verhaltens- und Verhältnisprävention
- Wie die Aufsicht prüft
- Gesundheitsmanagement als Schleier
- Was ist Gesundheitsmanagement?
- Position von Betriebsärzten und Gewerkschaft
- Leitfaden für Betriebsärzte
- Kein Stress mit dem Stress
- SICK ist gesund
- FOCUS widmet der Fürsorgepflicht keine Silbe
- Der FDP hat es geschafft mich zu überraschen
- Was zu tun ist
Speziell für Betriebs- und Personalräte:
- Vorgesetzte als Klienten der Arbeitnehmervertretung
- Kompetenz von Arbeitnehmervertretungen
- Dürfen Arbeitnehmervertreter sich um ihre eigenen Belastungen kümmern?
- Positionen: Arbeitgeber und Arbeitnehmer
In diesem Blog wird nicht nur kritisiert, sondern für gute Beispiele wird hier eigens eine Positivliste aufgebaut. Und zur Entspannung gibt’s Musik.
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Zitate sind mit einem grauen Balken an der linken Seite gekennzeichnet. Beispiel (DEKRA 2011-10-07):
… Die Betriebe werden im Arbeitsschutz meist nur aktiv, weil sie gesetzliche Vorschriften befolgen müssen (84 Prozent der Nennungen) und nicht, weil sie den wirtschaftlichen Nutzen sehen (31 Prozent) oder aus „ethischen Gründen“ (38 Prozent). …
(“festgepinnter” Artikel, aktualisiert: 2012-01-24)
