Subtile Ausbeutung

Freitag, 13. April 2012 - 06:58 | Keine Kommentare »

Eine Filmkritik von Martina Knoben in der Süddeutschen Zeitung (S. 11, http://www.sueddeutsche.de/kultur/work-hard-play-hard-im-kino-fuer-immer-im-flow-1.1331286):

In den lichtdurchfluteten Glaspalästen, zwischen schicken Sitzgruppen und Kuschelfarben lauert ein totalitärer Anspruch an die Mitarbeiter, auch wenn die Ausbeutung subtiler geworden ist: Carmen Losmann hat einen Film zum Fürchten gedreht und erkundet die Zukunft der Arbeit in ihrer so kühlen wie klugen Dokumentation “Work Hard, Play Hard”.

 
Offizieller Trailer (http://www.youtube.com/watch?v=MeLY9y6VP2U):

 
Suche: http://www.google.de/search?q=”Work+Hard,+Play+Hard”+”Carmen+Losmann”

DHS Jahrbuch Sucht 2012

Freitag, 13. April 2012 - 06:48 | Keine Kommentare »

http://www.dhs.de/presse/pressemeldungen/pressemeldungen-single/article/jahrbuch-sucht-2012.html

OECD “Mental Health and Work Project”

Donnerstag, 12. April 2012 - 23:13 | Keine Kommentare »

The OECD “Mental Health and Work Project” (http://www.oecd.org/dataoecd/18/1/49227343.pdf):

… The main question then is why mental disorders seem to be associated with greater problems in the labour market than used to be the case, as also shown by increasing rates of disability benefit claims driven by mental disorders. To some extent, it appears that the increased perception of mental health problems has gone hand-in-hand with a changed view on the work capacity of people with mental disorders, i.e. a more work-limiting evaluation of these problems. This would imply that better awareness has so far mostly led to more exclusion from the workforce.

However, at the same time the job requirements in the workplace have increased or changed. Higher requirements on social skills and cognitive competences make it increasingly difficult for workers with mental ill-health to perform adequately. In order to understand these trends better, more needs to be known about the situation of people with mental disorders; the impact of mental disorders on functionality and work capacity; changes in the workplace; the relationship between mental health and work; and the impact of various institutions, systems and policies. …

(Kursivsatz nachträglich vorgenommen)

Der Generalsekretär der österreichischen IV (Industriellenvereinigung) Mag. Christoph Neumayer leitet daraus mutig ab (http://www.springermedizin.at/apa-artikel/?full=27547):

Denn nicht die Verbreitung hat zugenommen, sondern das allgemein gestiegene Bewusstsein für psychische Erkrankungen. Die gesellschaftliche Entstigmatisierung sowie bessere Diagnosemöglichkeiten haben dazu geführt, dass diese Erkrankungen öfter entdeckt werden als früher.

Ist diese Interpretation der Ergebnisse der OECD mit der Kreativität Christoph Neumayers zu erklären, oder nur mit fehlendem Verständnis für englische Texte?

Suche:

Arbeitsklimawandel

Donnerstag, 12. April 2012 - 22:38 | Keine Kommentare »

http://diealternative.org/arbeitsklima/2012/04/akwifo-studie-wenn-arbeit-psychisch-krank-macht-%E2%80%A6/#more-510

AK/WIFO Studie: Wenn Arbeit psychisch krank macht kommt sie allen teuer.

Das ist – in aller Kürze – das Resümee einer WIFO-Studie im Auftrag der AK Wien (Titel: ,,Psychische Belastungen der Arbeit und ihre Folgen”), die gestern präsentiert wurde.

Die Studienergebnisse zusammengefasst: während Beschäftigte ohne arbeitsbedingte Belastungen nur 0,8 Krankheitstage/Jahr aufweisen, fallen Beschäftigte mit psychischen Arbeitsbelastungen schon 3,3 Krankheitstage aus, Beschäftigte mit psychischer und körperlicher Arbeitsbelastung knapp 6 Tage. 32 % aller Neuzugänge in die Berufsunfähigkeits- und Invaliditätspension sind auf psychische Arbeitsbelastungen zurückzuführen. Krankenstände aufgrund arbeitsbedingter psychischer Belastungen dauern länger und kosten die österreichische Volkswirtschaft 3,3 Milliarden Euro jährlich!

Siehe auch:

Mobbing und Bossing

Mittwoch, 4. April 2012 - 20:37 | Keine Kommentare »

2011.01.11
http://politik.pr-gateway.de/wann-liegt-nach-der-rechtsprechung-mobbing-oder-bossing-vor/

Wann liegt nach der Rechtsprechung Mobbing oder Bossing vor?
Ein Fachbeitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Essen und Rechtsanwalt Dr. Attila Fodor, Essen

Psychische Belastung bei der CDU/CSU

Mittwoch, 4. April 2012 - 12:55 | Keine Kommentare »

Die CDA (Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft der CDU/CSU) versucht nun, das Thema des Einbezugs der psychischen Belastungen wieder unter Kontrolle zu bekommen:

http://www.cda-bund.de/uploads/media/Beschluss_Arbeitnehmergruppe_Gesundheit.pdf

Beschluss der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Bundestagsfraktion

Für eine Humanisierung der Arbeitswelt
Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz stärken …

… Dabei wird die Konstellation aus überhöhten eigenen Ansprüchen und nachteiligen Anreizstrukturen als besonders problematisch angesehen. …

Dass das etwas Besondere sei, soll in der FAZ (2011-10-07) geschrieben worden sein. Über diese private Beobachtung hinaus ist aber inzwischen klar, dass sich viele Arbeitgeber nicht für die neuen Anforderungen des Arbeitsschutzes begeistern konnten, um das einmal freundlich auszudrücken. Dass die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber für die CSU/CDU nicht besonders erwähnenswert ist, überrascht allerdings nicht. Erst später geht das CDA-Papier an den Kern des Poblems:

… In Deutschland bestehen zahlreiche gesetzliche Regelungen, die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz gewährleisten (z. B. Arbeitsschutzgesetz, Arbeitszeitgesetz, Arbeitsstättenverordnung, Bildschirmarbeitsverordnung, Betriebssicherheitsverordnung, Bundesurlaubsgesetz, Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit, Teilzeit- und Befristungsgesetz und Kündigungsschutzgesetz). Flankiert werden diese Gesetze durch Verordnungen für die jeweils spezifischen Bereiche, in denen sie angewandt werden. Konkretisierende Verordnungen für psychische Belastungsfaktoren gibt es derzeit lediglich in der Bildschirmarbeitsverordnung. Bei der Gefährdungsbeurteilung werden psychische Gefährdungen derzeit überwiegend nicht ermittelt. Für angemessene und wirksame Präventionsmaßnahmen bedarf es allerdings einer umfassenden Gefährdungsbeurteilung. …

Das ist richtig, vermittelt aber einen falschen Eindruck. Die Rechtsprechung hat durchaus klargestellt, dass Arbeitgeber psychische Belastungen in den Arbeitsschutz einzubeziehen haben. Dass die Mehrheit das nicht tat, kann spätestens seit etwa 2005 kein Versehen mehr gewesen sein. Vielen Arbeitgebern muss klar gewesen sein, dass sie ihre Ordnungswidrigkeit wissentlich begangen hatten. Einige wehrten sich sogar gegen Betriebsräte, die das Thema aufgriffen.

Im Papier wird nun der Eindruck erweckt, die Arbeitgeber seien bei der Umsetzung des Arbeitsschutzgesetzes überfordert gewesen. Das ist eine Ausrede. Die CDA meint, ihre 22 Forderungen könnten helfen. Darunter diese:


19. Eine konkretisierende Verordnung für psychische Belastungsfaktoren zu erstellen und in ein funktionierendes Arbeitsschutzmanagement zu integrieren, damit bestehende Gesetze (z. B. § 5 Arbeitsschutzgesetz) für Unternehmen verständlicher und besser umsetzbar werden.
20. Sicherzustellen, dass Unternehmen, etwa mittels Anreizsystemen, stärker in die Pflicht genommen werden, in der BGF [Betriebliche Gesundheitsförderung] aktiv zu sein und mit den Sozialversicherungsträgern zu kooperieren.

Es gibt schon genügend viele Betriebe, die gezeigt haben, dass man auch ohne eine sicherlich nicht sehr schnelle Umsetzung der 22 CDA-Forderungen das Arbeitsschutzgesetz gut umsetzen kann. Es ist nicht zu kompliziert, sondern viele Unternehmer mögen das Gesetz einfach nicht. Im aktuellen rechtlichen Umfeld konnten sie die Umsetzung des Gesetzes dann ohne für sie wirklich unangenehme Konsequenzen verweigern. Die Betriebliche Gesundheitsförderung ist in den Betrieben auch schon angekommen. Sie dient gerne auch dazu, den Versuch von Arbeitgebern zu verschleiern, der Verhaltensprävention Vorrang vor der Verhältnisprävention zu geben.

Mit den unter der europäischen Entbürokratisierungsflagge segelnden betrieblichen Vereinbarungen, für die ein einaches Rahmengesetz einen weiten Gestaltungsspielraum geben soll, scheint das nicht so ganz zu klappen, wie sich die Unionsparteien und die Liberalen das vorgestellt haben. Gewünscht war möglicherweise von den Arbeitgebern, dass ihre Gestaltungsspielraum von möglichst wenig konkreten Vorgaben eingeengt wird. Dank des Betriebsverfassungsgesetzes bestimmen die Arbeitnehmervertreter jedoch mit, wie dieser Freiraum ausgefüllt wird: Das Fehlen konkreter Bestimmungen im als Rahmengesetz angelegten Arbeitsschutzgesetz stärkte die Mitbestimmung der Mitarbeiter ganz erheblich. Solange viele Betriebsräte das nicht begriffen, fühlten sich die Arbeitgeber ganz wohl mit dem Rahmengesetz. Aufgeweckte und aufgwachte Betriebs- und Personalräte erreichten dann aber recht gute Lösungen beim Einbezug psychischer Belastungen in den Arbeitsschutz, wenn sie das Thema einmal aufgegriffen hatten. Jetzt merken die Arbeitgeber, was das Fehlen konkreter Vorgaben für die ihnen oft immer noch lästige Mitbestimmung bedeutet. Darum rufen sie nun wohl wieder nach dem Gesetzgeber, dem sie mit entsprechender Lobbyarbeit auch gerne “beraten” möchten.

Wohin die Reise gehen soll, sieht man daran, dass Edmund Stoiber die Bildschirmverarbeitung wieder vereinfachen will. Sie ist in einer Weise konkret, die den Arbeitgebern wohl nicht so liegt.

Wie die CDA, so fordern auch die Gewerkschaften konkretere Verordnungen, aber wahrscheinlich mit unterschiedlichen Vorstellungen. Insbesondere scheint Unternehmern der Vorrang der Verhältnisprävention im Arbeitsschutz ein Dorn im Auge zu sein. Bei der Umsetzung wird genau hingesehen werden müssen, damit die Verordnungen nicht hinter dem zurückbleiben, was gute Betriebsräte erreichen können.

DGB-Index Gute Arbeit 2011

Donnerstag, 29. März 2012 - 06:59 | Keine Kommentare »

http://www.dgb-index-gute-arbeit.de/downloads/publikationen

Ergebnisse der Repräsentativumfrage 2011

Die Ergebnisse der Repräsentativumfrage 2011 der DGB-Index Gute Arbeit GmbH zum Thema “Arbeitshetze – Arbeitsintensivierung – Entgrenzung” stehen hier zum Download bereit.

Tacheles von der psyGA

Mittwoch, 28. März 2012 - 11:27 | Keine Kommentare »

http://psyga-transfer.de/wissen/handlungsfelder/belastungen-vermeiden/

… Bezogen auf die Arbeitsaufgaben kommt der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen besondere Bedeutung zu. Leider führen, trotz gesetzlicher Vorgabe (siehe Gesetzlicher Rahmen), gemäß Betriebsrätebefragungen (WSI-Betriebsrätebefragung 2008/2009, Hans Böckler Stiftung 2009), nur eine Minderheit der Betriebe Gefährdungsbeurteilungen durch bzw. dabei werden nur von einem Bruchteil psychische Belastungen berücksichtigt. …

psyGA = Projekt zur Förderung der psychischen Gesundheit in der Arbeitswelt

Die Projektleitung von psyGA-transfer liegt beim BKK Bundesverband. Hier gibt es endlich einmal klare Aussagen von so einem Verband zu gesetzlichen Vorgaben und zu den Pflichtverletzungen der Unternehmen.

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA). psyGA-transfer wird fachlich begleitet durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Projektträger ist die Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung mbH (gsub).

Im Verantwortungsbereich des Managements

Mittwoch, 28. März 2012 - 06:41 | Keine Kommentare »

http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/PANORAMA/Fachaerzte-sorgen-sich-um-psychische-Belastung-von-Arbeitnehmern-artikel7946436.php

… Die Ursachen vieler psychischer Belastungen lägen heute ganz überwiegend im Verantwortungsbereich des Managements. “Hier sind die Entscheider mehr denn je gefragt, achtsam zu handeln”, sagte Panter. …

Präsident des Verbandes Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW), Wolfgang Panter

Gesundheitsschutz im Tarifvertrag

Dienstag, 27. März 2012 - 09:27 | Keine Kommentare »

https://sozialearbeit.verdi.de/themen/kindertagesstaetten_1/kita-projekt/sachsen